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Richard Wagner

Der berühmteste in Leipzig geborene Tondichter

 
 
Richard Wagner; Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Richard Wagner, der einflussreichste Komponist der Hochromantik, wurde
am 22.5.1813 in Leipzig im „Haus zum Roten und Weißen Löwen“ (Brühl
319, später Nr. 1-3, 1886 abgerissen) als letztes von neun Kindern geboren.

Ab Juni 1830 besuchte Wagner die Thomasschule, die er jedoch ohne Reife-
prüfung verließ. Bei dem Gewandhausmusiker Christian Gottlieb Müller erhielt der junge Künstler heimlich seine erste musikalische Ausbildung in Harmonielehre.

Um sich endlich ganz dem studentischen Leben und der Musik hingeben zu können, schrieb sich Wagner im Februar 1831 als „studiosus musicae“ in die Leipziger Universitätsmatrikel ein. Er wurde bald Schüler des Thomaskantors Christian Theodor Weinlig. Dieser erkannte die musikalische Begabung Wagners und förderte sie. Wagner brachte später seine Verehrung für den Lehrer zum Ausdruck, indem er ihm sein Opus I (Klaviersonate in B-Dur) und dessen Witwe 1843 sein Männerchorwerk „Das Liebesmahl der Apostel“ widmete.

Im Gewandhaus lernte er die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens kennen und wurde zur Komposition einer eigenen Sinfonie angeregt. Wagner war 17 Jahre alt, als im Comödienhaus an Weihnachten 1830 mit der Ouvertüre B-Dur erstmals Musik von ihm in Leipzig erklang. Im Gewandhaus wurde Wagners Musik erstmals im Februar 1832 gespielt (Ouvertüre d-Moll).